Tiergestützte Erlebnispädagogik

Ziel ist es, den Kindern einen neuen Lebensmut zu geben, sie aus dem Klinikalltag zu reißen und auf neue, positivere Gedanken zu bringen. Nicht das Thema „Ich bin krank oder ich werde therapiert“, steht im Vordergrund, sondern das Motto „Wir erleben Abenteuer“. Kinder schlüpfen bei den Suchspielen mit Hund in andere Rollen: Polizist (Retter) oder Vermisste Person. Sie dürfen einen ausgebildeten Personen-Suchhund führen und können mit ihm zusammen auch mal Hindernisse überwinden, sich abseilen, durch dunkle Röhren oder Höhlen klettern, um ein anderes verstecktes Kind zu suchen und zu finden. Doch auch die Rolle des Versteckten, der von den Kindern und Hunden „gerettet“ wird ist attraktiv. Nach dem Motto Einer für Alle, Alle für einen! Das Musketier-Prinzip.

 

Teamarbeit ist gefragt, um Aufgaben mit dem Hund erfolgreich lösen zu können. Das Zusammenarbeiten, Konfliktlösung und Kommu-nikation lernen die Kinder in der spannenden Sucharbeit.

 

Oft gelten die Kids in der Schule als uncool, weil sie aufgrund der Medikamente eingeschränkt sind, selten am Sport teilnehmen oder auf Partys gehen können. Das grenzt aus. Durch die Arbeit mit den Hunden haben vor allem Kinder im Alter zwischen 5 und 14 Jahren plötzlich Spannendes zu erzählen. Sie haben besondere vierbeinige Kumpel, die ihnen Stärke verleihen und Sicherheit im Auftreten geben. Sie können Fotos ihrer Abenteuer beispielsweise vom Abseilen mit Hund von einem Turm zeigen und darüber berichten, das stärkt auch das Selbstbewusstsein.

 

Dr. Leila Badry (Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie und Oberärztin der forensischen Klinik Mainkofen):

"Der Hund wirkt meist schon durch seine bloße Anwesenheit in der Klinik. Die Patienten leiden oft unter Kontakt- und Beziehungsproblemen, sowohl durch ihre Erkrankung als auch durch die oft negative Vergangenheit. Der Hund stellt durch seine Charaktereigenschaften eine Brücke zu einer Welt des Vertrauens und der Verständigung her. Durch ihn wird mir als Therapeutin der Zugang zu misstrauischen und zurückgezogenen Patienten deutlich erleichtert. Gründe dafür sind:

 

  • Ablenkung von sich selbst
  • das Gefühl, wichtig zu sein
  • Geborgenheit, Akzeptanz (der Hund hat dem Menschen gegenüber keine Vorbehalte)
  • sozialer Kontakt
  • Verringerung von Angst
  • Verantwortung für schwächere Wesen fördert das Selbstwertgefühl
  • Beziehungsaufbau
  • Überwinden eigener Grenzen

 

Zudem hilft der Hund, die Distanz zwischen Patient und Therapeut oder Arzt zu verringern, da der Behandelnde dadurch auch als
Mensch gesehen wird".


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